Wie fotografiert man Endzeit?

Die bisherige Welt geht zu Ende. Zumindest empfinde ich es so.

Die Generation Z sieht es nicht so, weil sie diese Zeit nicht kennt über die ich schreibe.

Dabei bedeutet Endzeit nicht Ende der Erde sondern Ende einer sozialen Welt mit speziellen sozialen Einstellungen, Haltungen, zivilisatorischen Merkmalen etc., die in einer Region, einem Land oder auf der Welt dominieren. 

Nur drei Beispiele aus der aktuellen Vielfalt zeigen dies:

  • Da droht Donald Trump per Twitter Putin mit Raketenangriff in Syrien. Ist das normal digital oder wie irre ist das? Für mich ist das irre, weil ich an diplomatische Kanäle glaube, für die Generation Z ist es vielleicht „normal“. Umgekehrt gilt natürlich, wie „normal“ ist es, wenn wir zuschauen, wenn in Syrien Kinder und Erwachsene vergast werden? Es geht um Normen, die Handeln bestimmen.
  • Aktuell ist die Selbstzerstörung der Wachstumsgesellschaft normal. Welche Identität haben Menschen in dieser Zeit? Merkmale dieser Selbstzerstörung sind immer schlechtere Gewässer durch Gülle, wir vergiften uns also an unserer eigenen Scheisse, immer mehr Abgase wie der Fakt, daß alle deutschen CO2 Emissionen für 2018 schon im März 2018 ausgestoßen waren und immer mehr Regelverstösse wie der Dieselskandal zeigen, wo aus Profitgründen Schutzgesetze für Menschen z.B. gegen Krebs bewußt mißachtet wurden. Es sind die Giftgase des Konsums und sie werden nicht beseitigt sondern billigend in Kauf genommen. Sie sind nicht der Preis für unsere Art zu leben sondern die Art von Profit, die Verbesserungen verhindert. Und digital ist real nur eine Technologie, die nicht unbedingt mehr soziale Sicherheit und Freiheit schafft sondern auch für das Gegenteil genutzt werden kann.
  • Da erhalten mir unbekannte Wesen für antisemitische Lieder eine deutsche Musikauszeichnung und Helene Fischer schweigt. Ich frage mich, ob sie oder die Rapper für Geld auch bei Assad singen würden? Aber genau da wäre zu fragen, ist das denn heute verwerflich, wenn man für Lieder mit rassistischen oder judenfeindlichen Liedern sogar einen Preis der Musikindustrie erhält?
    Und wenn wir auf die Veranstaltung und die Medien heute schauen, dann verdienen alle daran. Selbst die Kritiker verdienen daran, weil ihre Artikel umrahmt von Werbung sind außer hier. Und Campino von den toten Hosen verdient auch indirekt daran, weil er unbezahlte Aufmerksamkeit bekommt. Und weil sich der rassistische Quark so gut verkauft, verdient die Musikindustrie auch so gut daran. Und wir bezahlen das auch noch mit gez Geldern?

Und so enden wir bei einfachen Wahrheiten. Wir selbst legen fest, was wir tun und lassen. Es gibt keine öffentliche Moral und Geld führt.

Das gilt auch für die Fotografen und Agenturen und die Presse, die darüber berichtet. Die erhalten dafür soz. als Zugangscode fürs Berichten dann den „offiziellen“ Presseausweis – als Belohnung?

Für die Fotos mit den Opfern der Giftgasangriffe in Syrien gab es wahrscheinlich kein Geld. Aber für die Fotos der ganzen Aktionen in der Politik und auch rund um die Preise der Musikindustrie gibt es für viele Fotos sicher Geld. Und die, die das verdienen, schweigen und verdienen!?

Daher stelle ich mir hier die Frage, wie fotografiert man Endzeit, die sich so darstellt?

Es ist die Endzeit der Menschen meines Denkens und die Neuzeit dieser Auftritte. Es ist keine Altersfrage sondern eine Frage der Haltung.

Vielleicht ist es auch nur meine Frage.

Aber ich kann sie noch nicht beantworten.

Das Foto dazu habe ich noch nicht gefunden bzw. gemacht.

Und möglich ist, daß der Platz leer bleibt …

Ein Gedanke zu “Wie fotografiert man Endzeit?

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