Krieg und Konflikt in den Medien

Es ist ein ungeheuer interessantes und detailreiches Buch. Und es erweitert ungemein das Wissen über die Wirkung von Medien. Schon in der Einführung weisen die Herausgeber darauf hin, daß die Bilder in den Köpfen entscheidend sind für die Beurteilung der Gegenwart und der Vergangenheit. „Die Präsentation des Weltgeschehens, wie sie sich in den Massenmedien vollzieht, ist dabei stets als das Resultat eines journalistischen Bearbeitungsprozesses einzuordnen, … Krieg und Konflikt in den Medien weiterlesen

Wie man in Idomeni Bilder als Waffen produziert

Das „Kommando Norbert Blüm“ schlug zu und leitete tausende Flüchtlinge in die Irre. Ziel war offenkundig die Erzwingung der Grenzöffnung. Norbert Blüm sagte, er wisse von nichts und drei Menschen aus Afghanistan starben bei der Aktion laut Presseberichten. Und nun ist auf faz.net ein sehr interessanter Artikel erschienen, der zeigt, daß nicht nur die Regierung Bilder als Waffen einsetzt sondern es in der Politik noch … Wie man in Idomeni Bilder als Waffen produziert weiterlesen

Pommes sollen sexy machen? – Als Merkel in Brüssel Pommes gegessen hat

Bei Angela Merkel ist alles dazu da, um Bilder zu inszenieren, die gut sind für ihre Politik. Anne Gellinek hat bei ihrem Kommentar gestern (19.02.2016) darauf hingewiesen, daß der zusätzliche Gipfel Anfang März mit dem türkischen Ministerpräsidenten (der ohne Erdogan gar nichts machen darf) vor den Landtagswahlen die Bilder für Merkel liefern wird, die sie für ihre mediale Inszenierung im Wahlkampf braucht. Zugeständnisse für Großbritannien … Pommes sollen sexy machen? – Als Merkel in Brüssel Pommes gegessen hat weiterlesen

World Press Photo Award – ein gutes Foto vermittelt ein falsches Bild

„Ein Foto von einem Flüchtling mit seinem Baby am Grenzzaun von Ungarn ist das Welt-Presse-Foto des Jahres. Der australische Fotograf Warren Richardson ist damit Sieger des mit 10.000 Euro dotierten renommierten Wettbewerbes World Press Photo. Richardson machte die Aufnahme in der Nacht vom 28. August 2015 an der Grenze von Serbien zu Ungarn. Es zeigt einen Mann, der sein Kind durch den Stacheldraht reicht. “ … World Press Photo Award – ein gutes Foto vermittelt ein falsches Bild weiterlesen

Der Genozid an den Armeniern und die Bedeutung der Fotografie – Armin T. Wegner

Bis heute wird der Genozid an den Armeniern geleugnet, weil er nicht in das eigene Weltbild paßt.

Genau darum geht es aber. Es geht um die Konstruktion der Wirklichkeit. Dazu mache ich mir ein Bild. Was nicht reinpaßt ist nicht auf der Welt und in der Wirklichkeit? „Der Genozid an den Armeniern und die Bedeutung der Fotografie – Armin T. Wegner“ weiterlesen

Die Lüge von der engagierten Fotografie und die Wahrheit der Lüge

Es ist so eine Sache mit der engagierten Fotografie. Es kommt wahrscheinlich darauf an, was man darunter versteht. Einen bemerkenswerten Gedanken fand ich in der photonews 11/14, der bis heute niemals online erschien: Dort zitiert Sabine Weier den Fotografen Julian Röder: „Mit seinen Genua-Bildern gewinnt Röder den Deutschen Jugendfotopreis und wird als Teilnehmer einer Masterclass der World-Press-Photo-Stiftung ausgewählt. Seine Begegnung mit dem internationalen Fotojournalismus ist … Die Lüge von der engagierten Fotografie und die Wahrheit der Lüge weiterlesen

Fotografie in Diktaturen

Auf der Webseite Zeithistorische Forschungen ist ein Heft erschienen mit dem Titel Fotografie in Diktaturen. Es handelt zum Teil von Ereignissen und Vorgängen, die erst wenige Jahre her sind. Im Detail zeigt sich dann manches, das Rückschlüsse zuläßt: „Wenngleich Fotografie in Diktaturen zweifellos für propagandistische Zwecke eingespannt wurde, so erscheint eine Konzentration auf diese Form der Funktionalisierung des Mediums in vielerlei Hinsicht doch problematisch. Zunächst … Fotografie in Diktaturen weiterlesen

Anti-Fotojournalismus als Normalfall und seine Überwindung in der dritten Dimension

Auf Englisch heißt es Antiphotojournalism.

Es ist der Versuch, die neue Wirklichkeit im Fotojournalismus im Verhältnis zur früheren Wirklichkeit zu beschreiben.

Dabei lassen sich drei Dimensionen unterscheiden, 1. die ursprüngliche, 2. die veränderte und 3. diejenige, die transzendiert. „Anti-Fotojournalismus als Normalfall und seine Überwindung in der dritten Dimension“ weiterlesen

Visuelle Botschaften von den Fronten Europas

Es ist eine Zeit, in der wir die Auswirkungen der neuen digitalen visuellen Kommunikation hautnah miterleben können.

„Wir schaffen das“ – Als Angela Merkel diese Botschaft verkündete und das Bundesamt für Migration erklärte, Syrer nicht mehr zurückzuschicken, wenn sie schon woanders Asyl beantragt hatten, da verbreitete sich eine Botschaft durch die digitale Welt, deren Folge eine direkte Völkerwanderung war. „Visuelle Botschaften von den Fronten Europas“ weiterlesen

Deutschland im 3. Weltkrieg

Wir sind mittendrin.

Aber er ist anders, der 3. Weltkrieg.

Es ist ein schleichender Prozess, der langsam alle Regionen der Welt erfaßt.

Wenn allein 2 Millionen Menschen in zwei Jahren als Fremde nach Deutschland kommen und bleiben wollen, dann ist dies nicht mehr steuerbar geschweige denn beherrschbar. Dazu wäre ein größeres Land mit anderen sozialen Bedingungen erforderlich ohne die neoliberalen Giftgesetze, die den sozialen Zusammenhalt zerfressen und die Gesellschaft zerstören.

Und wenn dann noch die Volksarmee abgeschafft wird und drumherum immer mehr Fanatisierte mit Waffen hantieren, dann ist der Selbstmord vorprogrammiert.

Um mit Hannah Arendt zu sprechen: Macht wird nur durch Gegenmacht begrenzt.

Aber dies ist nur ein Beispiel von vielen Situationen, die aktuell sind.

Neue Motive für die Fotografie, die alle schon mal da waren.

Salgado hat dies für unsere Zeit in beeindruckenden Fotos vor vielen Jahren angekündigt.

Geholfen hat die visuelle Sprache nicht. Aber vielleicht liegt dies auch am Preis. Das Buch ist so teuer wie eine gute Uhr und dadurch wenig verbreitet.

Nun ist es soweit.

Wir sind da, wo wir nicht hätten hinkommen müssen.  Es ist wie es ist.

Wie die Menschen leben ist die Antwort auf die Frage wie die Menschen sind. „Deutschland im 3. Weltkrieg“ weiterlesen

Kriegsfotografie gestern und heute

Immer wieder gibt es neue Blicke auf die Welt der Kriege um uns herum. Hier drei aktuelle Themen.   1. Kriegsfotografie im Längsschnitt Wie Fotografen unseren Blick auf Kriegshandlungen veränderten zeigt uns das nachfolgende Video:     2. Menschen im zerstörten Land Maryam Ashrafi zeigt uns wie Menschen versuchen, in der zerbombten und vom IS zerstörten Stadt Kobane in Syrien wieder zu leben. In einem … Kriegsfotografie gestern und heute weiterlesen

Propaganda in der Fotografie am Beispiel Varoufakis auf welt.de

Nun können wir es sehen. Auf welt.de wird einen Tag vor dem Referendum in Griechenland alles getan, um ein Horroszenario zu entwerfen. Vom griechischen Wirtschaftsminister Varoufakis wird ein Foto gezeigt, das an die Fratze der Unterwelt erinnert. Das sehen Sie, wenn Sie hier klicken. Hinzu kommt die unterschwellige Assoziation, die mich an die Nazipropaganda gegen das Judentum erinnert. Am Tag des Referendums berichtete die Financial … Propaganda in der Fotografie am Beispiel Varoufakis auf welt.de weiterlesen

Trinity von Carl De Keyzer

„Trinity ist ein fotografisches Triptychon.“ Es ist eine Reise zu dem, was Carl de Keyzer zwischen 1990 und 2000 sah und fotografiert hat. Eingeteilt in das Tableaux d´Historie, Tableaux de Guerre und das Tableaux Politiques nimmt er uns mit auf eine Reise zur „Repräsentation von Macht.“ Wir sehen den Volkskongress in Peking und das Europaparlament. Wir sehen aber auch Meymaneh, einen Platz, auf dem unter … Trinity von Carl De Keyzer weiterlesen

Brisanter Demo-Mix in Wuppertal – der Tag der Ereignisfotos

„So etwas hatten wir bundesweit noch nicht“, sagte die Wuppertaler Polizeipräsidentin Brigitta Radermacher auf einer Pressekonferenz.

An einem Tag demonstrieren Salafisten, dagegen Pegida und dagegen Antifas. Was auch immer wer meint zu sein.

Auf Facebook und im Internet riefen die Gruppen auf. „Brisanter Demo-Mix in Wuppertal – der Tag der Ereignisfotos“ weiterlesen

Vom Tatort zum Täter – was Fotografien verraten

Die Methode der Spurentextrekonstruktion  lautet der Untertitel des Buches von Sandra Hahn, das auch als Doktorarbeit an der Uni Mainz angenommen wurde. Nachdem sich in der verkaufsfähigen Dokumentarfotografie immer mehr von der Realität verabschiedet wird und stattdessen die inszenierte Realität als neue fotografische Kreation entsteht, ist das Buch von Sandra Hahn ein ganz anderer Blick an einem ganz anderen Ort: „Das Ziel der Untersuchung ist … Vom Tatort zum Täter – was Fotografien verraten weiterlesen

Je suis Charlie – Bilder und Karikaturen als Waffen – und Ziele!

Nun wurden mitten in Paris Redakteure einer kleinen Zeitschrift für Karikaturen ermordet, weil sie Mohammed-Karikaturen veröffentlicht haben.

Parallel dazu wurden in einem jüdischen Kaufhaus Kunden ermordet  und französische Polizisten weiblich und männlich, die helfen wollten.

Aus Protest ging der Satz „Je suis Charlie“ um die Welt, obwohl er nur einen Teil des Geschehens abdeckt.

Doch schon am Tag des Attentats wurden erste Versuche gemacht, sich den Protest-Slogan „Je suis Charlie“ markenrechtlich zu sichern . Das ist besonders pikant und sollte nicht unerwähnt bleiben.

Allerdings geht es mir hier um das fotografische Geschehen danach und den Zusammenhang von Karikatur, Foto und dem Einsatz dieser Mittel.

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Julian Röder: World Wide Order

„Ich denke, Fotojournalismus kann nur dann noch seine Berechtigung haben, wenn man als Fotograf die eigene Situation mit einbezieht. Man ist nicht der Außenstehende. Dafür aber muss man sich seiner Bildsprachen bewusst werden und sie zu dem jeweiligen Thema ins Verhältnis setzen.“ Dieser Satz machte mich neugierig auf einen Fotografen, der offenkundig mehr zu sagen hatte als ein normaler Fotoreporter. Ist man noch Fotoreporter wenn … Julian Röder: World Wide Order weiterlesen

Regierungsfotografie und Wirklichkeit – Soziale Gebrauchsweisen und Selbstdarstellung in der Propaganda der Bundesregierung

Wir haben gelernt, daß politische Bilder alles sollen – nur nicht die Wirklichkeit zeigen. Hillarys Hand des Fotografen Pete Souza ist dafür ein mittlerweile wunderbar untersuchtes und belegtes Beispiel und läßt Rückschlüsse auf andere Fotos zu. Daher stelle ich mir die Frage, wie das denn in Deutschland ist? Wir merken ja, daß es fast keine Fotos mehr in den Medien gibt, die reale politische Situationen … Regierungsfotografie und Wirklichkeit – Soziale Gebrauchsweisen und Selbstdarstellung in der Propaganda der Bundesregierung weiterlesen

Polititische Fotografie und politische Propaganda am Beispiel Putin

Da war doch was. Wenn ich mich an die alten Kriegsplakate aus den Weltkriegen und dem Kalten Krieg erinnere, dann habe ich das Gefühl, heute wieder mittendrin zu sein. Unterschwellig werden selbst in seriösen digitalen Medien immer wieder das Böse und die Ängste angesprochen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist das Foto von Putin, das man hier sehen kann. Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann haben … Polititische Fotografie und politische Propaganda am Beispiel Putin weiterlesen

We the Children

Träume und Hoffnungen geben den Kindern die Kraft für die Zukunft in unserer Welt. We the children zeigt dies. Die Gewinner des Unicef Wettbewerbs  Foto des Jahres zeigen mit ihren Geschichten Verlierer und Verfolgte, die den Mut und das Lächeln nicht aufgeben. Man kann dieses Buch unter verschiedenen Aspekten betrachten. Hier geht es um die fotografische Komponente. Es ist wirklich guter und interessanter Fotojournalismus, weil … We the Children weiterlesen

Das politische Bild – Situation Room: Ein Foto – vier Analysen von Przyborski, Aglaja/Haller, Günther (Hrsg.)

Es geht um „Hillarys Hand. Zur politischen Ikonographie der Gegenwart“. So lautete die Tagung, die Inspiration für dieses Buch wurde. Es geht darum, ein Foto zu analysieren, das weltweit bekannt wurde. Es zeigt die amerikanische Führung bei der Jagd auf Osama Bin Laden. Je nach Wissenschaft ist die Sichtweise anders und natürlich auch das Vokabular. Das Buch fasziniert aber noch aus einem anderen Grund. Es … Das politische Bild – Situation Room: Ein Foto – vier Analysen von Przyborski, Aglaja/Haller, Günther (Hrsg.) weiterlesen